Sie begegnet uns gerade in der letzten Zeit immer häufiger: die Frage, ob es denn in Zeiten wie diesen noch „zeitgemäß“ sei, die schönen Dinge des Lebens derart in den Vordergrund zu stellen – Genuss zu zelebrieren und Luxus abzubilden. Und wir können sie ganz einfach beantworten: ja, gerade jetzt und mehr denn je. Je schwieriger die Zeiten sind, desto wichtiger ist es, dem Leben etwas Positives abzugewinnen, Freude zu empfinden und weiterzugeben. Und genau diese wollen wir gern mit Ihnen teilen. Deshalb laden wir Sie zu den unterschiedlichsten Sommerausflugszielen in Berlin und seiner Umgebung ein, nehmen Sie mit zum Oldtimer-Grand Prix auf dem Nürburgring, lassen die glanzvolle Verabschiedung von Botschafter Kotenev und (mit Blick über den Berliner Tellerrand) das rauschende Sommerfest der Brandenburgischen Landesregierung Revue passieren.

Antje Naumann und Jürgen H. Blunck, Foto: Sabeth Stickforth
Oder wie wäre es mit einem Blick über den Zaun in Berlins Kräutergärten? Für manche sind sie das „gewisse Etwas“, für Spitzenköche häufig eine Offenbarung. Frische Kräuter, von Ananasbasilikum bis Zitronenthymian, haben längst Einzug in die besten Küchen der Stadt gehalten – nicht nur als Dekoration, sondern oft als verführerische Note.
Verführerisch ist auch die Hoffnung, Berlin-Brandenburg eines Tages als Deutschlands Golf-Destination Nummer 1 bezeichnen zu können. Und so widmen wir uns auch in dieser Ausgabe wieder ausführlich dem Thema „Golf“ – mit Tipps zur nötigen Ankurbelung des Golf-Tourismus, den schönsten Reisezielen und einem Rückblick auf die Highlights der letzten Monate. (weiterlesen…)
Seit April dieses Jahres steht Matthias Diether als Küchenchef am Herd des Gourmet-Restaurants „first floor“ im Hotel Palace. Der 35-Jährige trat die Nachfolge von Matthias Buchholz an. Wie dieser, der mit dem „first floor“ einen Michelin-Stern und 17 Punkte im Gault Millau erkochte, konnte auch Matthias Diether einen der begehrten Sterne im Guide Michelin auf seiner vorherigen Station im Töpferhaus in Alt Duvenstedt (Schleswig-Holstein) erringen.
Der eine zieht und zerrt, der andere flitzt irgendwo durch die Gegend. Matthias Diether hat ganz schön zu tun, um seine beiden Cocker-Spaniel-Rüden an diesem Samstagmorgen auf dem Markt am Karl-August-Platz in Charlottenburg unter Kontrolle zu halten. Der, der zieht, ist der schwarzweiße Sestak, der freche Flitzer der braune Charlie.

Matthias Diether, Foto: Oliver Wia
„Wenn ich nicht arbeite, habe ich die beiden eigentlich immer um mich herum“, erzählt Matthias Diether, „sie halten mich auf Trab und reißen mich mit, wenn ich auf der faulen Haut liegen will.“ Allzu viel Zeit bleibt ihm dafür bei seinem anstrengen Job allerdings nicht. Tagsüber werden die beiden Hunde von einem Hundeservice versorgt und ausgeführt, für ihn bleiben die frühen Morgen- und die späten Abendstunden. Inzwischen haben sich Hunde wie Herrchen an das Dasein in Berlin gewöhnt und leben in einer Art glücklicher Männer-WG zusammen. Sestak müsse immer die ganze Zeit gekrault und gestreichelt werden, Charlie führe hingegen eher ein Eigenleben. „In den ersten zwei, drei Tagen haben sie mir noch eine Rattan-Couch komplett zerlegt“, schmunzelt der Küchenchef, „aber inzwischen funktioniert es prima mit uns in unserer Charlottenburger Wohnung.“
Die Wohngemeinschaft mit zwei Cocker-Rüden ist natürlich nicht Diethers erste Wahl, denn der Sternekoch ist verheiratet und führt derzeit zu seinem Bedauern nur eine Fernbeziehung. AndrĂ©, seine Frau, ist Schottin, lebt in Edinburgh und ist im Bankgeschäft tätig. Kennengelernt haben sie sich bei seinem zwischenzeitlichen Engagement in den Vereinigten Arabischen Emiraten, wo er als Chef de Cuisine in verschiedenen Restaurants arbeitete und 2006 vom Times Journal zum „Aufsteiger des Jahres Mittlerer Osten“ gekürt wurde. „Im Moment kann meine Frau unglücklicherweise nur etwa alle zwei Wochen zu Besuch nach Berlin kommen und oft auch nur für einen Tag“, schildert Diether die schwierige Situation. (weiterlesen…)
Wenn die Chefs einer Reinigungsfirma Schwarz heißen, kann das auch missverstanden werden und muss nicht unbedingt Werbung fürs Geschäft sein. Bei Stephan und Heiko Schwarz ist das anders: Der Name steht für Qualität – und das schon seit 90 Jahren. So lange sorgt das Berliner Familienunternehmen schon für Hochglanz. 1920 war Großvater Walter Schwarz mit Eimer, Leiter und Fensterleder den Messingschildern und Schaufenstern in der aufstrebenden Metropole Berlin zu Leibe gerückt. Aus diesem Vorläufer der „Ich AG“ wurde die Großberliner ReinigungsGesellschaft, kurz GRG, und die heutige GRG Services Group mit jetzt über 3 000 Mitarbeitern in Berlin, Hamburg und München. Das Gespräch führten Jürgen Blunck und Matthias Tüxen.

Foto: Oliver Wia
Wenn Unternehmenszentralen oft mit einem Ameisenhaufen verglichen werden, dann ist das selten von der Hand zu weisen. Junge, umtriebige Schlipsträger wuseln durch die Großraumbüros, perfekt geschminkte Damen stöckeln durch die Gänge. Ein Serien-Klischee? Oder echter Alltag? Zumindest in der Reinickendorfer Mark-Straße regiert ein anderer Ton: Geschäftsführer Stephan Schwarz begrüßt Mitarbeiter im Fahrstuhl persönlich – mit Namen und kräftigem Händedruck. Herbert Grönemeyer hat zwar die Zeilen seiner Heimatstadt Bochum gewidmet, sie passen aber auch auf die GRG-Zentrale, die von den Mitarbeitern auf den Namen „Burg“ getauft wurde: „… da, wo das Herz noch zählt, nicht das große Geld“. Dabei zählt das Unternehmen mit einem Umsatz von rund 50 Millionen nicht zu den kleinsten der Branche. Allerdings will die Firma nicht „Umsatz um jeden Preis“ machen. An Ausschreibungen des öffentlichen Dienstes, beispielsweise für die Reinigung von Schulen oder im Handel, beteiligt sich die GRG kaum. „Da lautet die Vorgabe meist, dass entweder nachts oder nur einmal pro Woche geputzt wird“, erläutert Stephan Schwarz. (weiterlesen…)
Betritt man das Porsche Zentrum in der Franklinstraße, fällt neben der luftigen Großzügigkeit zuerst die charmante Dame am Empfang auf. Das Warten auf ihren Chef wird im Sessel bei Kaffee, Zeitschriften und Porsche-Videos zum kurzweiligen Vergnügen, aber da ist er ja schon: Stephan Blässing, seit April Geschäftsführer der beiden Porsche Zentren in Berlin und Potsdam. Leichten Schritts, mit einem strahlenden Lächeln bittet uns der 45-Jährige – in einem gekonnten Mix aus Eleganz und sportlicher Lässigkeit gekleidet – in eine Gesprächsecke. Lounge-Gefühl entsteht, fast vergessen Herausgeber Jürgen H. Blunck und Autor Gerald Backhaus dabei, in einem Autohaus zu sitzen.

Foto: Oliver Wia
Warum ausgerechnet ein Panamera?“ „Ich möchte jetzt mal etwas anderes haben. Bei diesem Auto kann ich sehr komfortabel und per Knopfdruck auch sehr sportlich fahren.“ So oder ähnlich könnte ein Dialog zwischen Kunde und Porsche-Mitarbeiter ablaufen, beschreibt Stephan Blässing. Das aktuelle Modell der vierten Porsche-Dimension mit vier Türen und vier Sitzen kommt sehr gut an. Und er liebt es, seine Kunden immer wieder zu überraschen, nicht nur (weiterlesen…)
„Silber im Haar, sonst aber so, wie er war.
Knapp siebzig Jahr, sonst aber so, wie er war.
Und doch noch einmal verliebt …“
Als Veronika Fischer, die Pop-Sängerin der DDR, Mitte der 70er-Jahre in ihrer Ballade über einen verknallten älteren Herrn diese Zeilen sang, waren Männer und Frauen mit Ende 60 wirklich alt. Ihr Verliebtsein galt als ein wenig lächerlich. Heute sieht man das – gerade nach dem Erfolg des Kinofilmes „Wolke Neun“, der Liebe und Sex von Rentnern thematisierte – zum Glück anders.
Galt man früher als „Mann im besten Alter“ mit um die 30 Jahren, ist mit „Best Agern“ heute die Generation 50plus gemeint, also die „jungen Alten“. Dazu gehören zum Beispiel Politiker wie Angela Merkel (bald 56), Sigmar Gabriel (50), Renate Künast (54), Ole von Beust (55), Nikolas Sarkozy (55) oder Klaus Wowereit (56) und Künstler wie Madonna (wird im August 52), Iris Berben (fast 60) und Dieter Bohlen (56). Von Senioren spricht man ab 60 bis 65, dem üblichen Renteneintrittsalter. Prominente Vertreter dieser Altersgruppe sind Horst Seehofer und Bernd Eichinger (beide 61), Franz Beckenbauer (64), Udo Lindenberg (65), Gerhard Schröder (66), Horst Köhler (67) sowie Senta Berger und Hamburgs langjähriger Bürgermeister Henning Voscherau (beide 69).
Wurden die Älteren jahrzehntelang von der Werbung vernachlässigt – private Fernsehsender sprechen von der „werberelevanten Zielgruppe der (weiterlesen…)